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Unsere Kirche
Wann und wo die erste Kirche in Beihingen
gebaut wurde, ist uns nicht bekannt.
Der fränkische Adelige Adehold ist vermutlich
der Stifter der Amanduskirche.
Sie war damals noch keine Amanduskirche
sondern der Jungfrau Maria geweiht. (844 n. Chr.)
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Im 15. Jahrhundert wurde der
heilige Amandus Kirchpatron in Beihingen.
Zu dieser Zeit fand der Umbau
des spätgotischen Kirchenschiffes und des Chores statt.
Bauherren waren die Nothafte von Hochberg
Auch das 1958 entdeckte Auferstehungsbild
gehört sicherlich in diese Zeit, ebenso die Apostelkreuze.
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Grabmahl des Bernhadt V.Nothaft und
Grabmahl des Werner VI.Nothaft |
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1693 im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde
die Amanduskirche völlig ausgeplündert.
Von der Ausstattung aus der Zeit der Nothaft sind nur noch
der romanische Taufstein,
der spätgotische Kruzifixus und
die beiden Grabmale der Nothaft sichtbar.
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Der spätgotische Kruzifixus |
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Im Jahre 1534 verkaufte der letzte Nothaft
in Beihingen alles an seinen Schwager Ludwig von Freyberg.
Dieser bekannte sich am 6. August 1558 zur Augsburger Konfession.
Der erste mit Namen bekannte evangelische Pfarrer
war Philipp Degen (1551-1558).
An der Amanduskirche selbst gab es in der Zeit Freybergs
keine erwähnenswerten Veränderungen.
Sein Sohn verstarb schon zu seinen Lebzeiten und
die Herrschaft in Beihingen ging an seine drei Töchter über.
Das Grabmahl der dritten Tochter Susanna von Stammheim
geb. von Freyberg befindet sich in der Nikolauskirche in Geisingen.
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Grabmal des Ludwig v.Freyberg und
Grabmahl des Hans Jörg von Hallweil
und seiner Gemahlin Maria Magdalena
geb. von Freyberg |
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Ahnenwappen
Auch der heutigen Stadt Freiberg
drei goldene Kugeln auf blauem Grund
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Die ersten baulichen Veränderungen ließ der Schwiegersohn Freybergs, Hans Jörg von Hallweil, vornehmen.
Im Jahre 1620 bekam die Amanduskirche ihre heutige Form.
Der kleine Fürstenstuhl reichte nicht mehr aus.
An Stelle der abgerissenen Wand wurde eine
freistehende Gipssäule aus Stuckmarmor gesetzt.
Es entstand auch ein neuer Treppenturm. |
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Gipssäule, Fürstenstuhl und Stuckdecke |
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Das Rittersammelwappen über der Tür vom Fürstenstuhl
zum Treppenturm trägt die Jahreszahl 1634.
Es sind die Wappen der damals für Beihingen wichtigen
Ritterfamilien Schertlin, Göler, Neipperg, Hallweil und Liebensteiner.
Wahrscheinlich war dieses Wappen der Abschluss
der Renaissance-Malerei in der Amanduskirche.
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Nach Kriegswirren ( 30jähriger Krieg),
Streitigkeiten, Krankheiten und Hungersnot
kam eine zunächst gute Zeit
unter den Herren von Gemmingen. |
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Grabmahl des Ludwig von Gemmingen,
eingerahmt von den Ahnenwappen
im Grabmahl des Ludwig von Gemmingen |
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1699 erhielt die Amanduskirche ihre erste Orgel.
Unter Pfarrer Stockmayer wurde
1723 die Konfirmation in Beihingen eingeführt.
1737 baute man eine weitere Empore an der Nordseite
in das Kirchenschiff mit einem Außenaufgang.
1753 begann die letzte große Renovierung
der Amanduskirche vor der Erneuerung
in der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Die Kirche sollte von Grund auf saniert und
im modernen Stil des Rokoko ausgestaltet werden.
Die künstlerische Gesamtleitung lag in den Händen
des Kunstmalers Hans Stiegler aus Prag.
Sein erstes großes Werk waren die Emporebilder und
sein zweites die Neugestaltung
der spätgotischen kassettierten Täferdecke.
Auch das Rittersammelwappen von 1634 wurde renoviert. |
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Jakobus, Simon Petrus, Christus |
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Darstellung des jüngsten Gerichts |
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Täferdecke |
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Die Orgel von 1699 war baufällig und es wurde
eine neue Orgel in Auftrag gegeben, die 1766 fertig war.
Ab Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich
die Amanduskirche zu einer beliebten „Hochzeitskirche“.
1817 wurde die Leibeigenschaft aufgehoben.
Für die Amanduskirche begann nun der Alltag
einer württembergischen Dorfkirche.
1898 stellte die Firma Walcker aus Ludwigsburg
eine neue Orgel auf, die 1981 durch ein neues Werk ersetzt wurde.
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Orgel heute
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1894 stand an Weihnachten zum ersten mal
ein Christbaum in der Amanduskirche und
1907 wurden erstmals Altar und Taufstein
zum Erntedank mit Naturalien geschmückt.
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Erntedankfest 2005
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Die letzte große Kirchenrenovierung fand von
1953 bis 1960 statt.
Unsere Dorfkirche ist nun wieder ein Kleinod geworden
( Worte des Bürgermeisters Pflugfelder
beim Einweihungsgottesdienst).
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Chorraum mit Orgel, Altar und Kruzifix |
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Klicken Sie hier für eine Lage- und Wegbeschreibung zu
unserer Kirche und zum Pfarrhaus.
Sehr schöne Bilder unserer Kirche finden Sie auch
in der Fotogalerie.
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Blick aus dem Chorraum |
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